Dienstag, 1. März 2011

WriteMonkey 2.01

Bereits im Rahmen meines Interviews mit Iztok Stržinar im vergangenen Monat hat der Entwickler von WriteMonkey angekündigt, dass er neben der Behebung von Fehlern aus der aktuellen Version 2.0 ein neues, nützliches Feature plant, mit welchem Schriftsteller sogar in einer lauten, unruhigem Umgebung dennoch konzentriert arbeiten können.

Hierbei handelt es sich um die Idee, so genanntes weißes Rauschen direkt von WriteMonkey aus über die Kopfhörer des Laptops oder PCs abzuspielen, um Gespräche und andere störende Umgebungsgeräusche quasi auszufiltern und so sogar in lauten Umgebungen konzentriert und produktiv zu schreiben.

Da es sich bei diesem Feature noch vor wenigen Wochen lediglich um ein angedachtes Konzept handelte, war ich äußerst positiv überrascht, als ich das neue Serviceupdate 2.0.1 von WriteMonkey auf der offiziellen Homepage von Iztok Stržinar entdeckte: Neben den bereits angekündigten Fehlerkorrekturen (die für die meisten Anwender keine Rolle spielen, da die hiermit behobenen Fehler überwiegend asiatische Sprachen betreffen) bietet die neue Version jetzt bereits das anfangs erwähnte Feature mit dem weißen Rauschen.

Hierbei hat Iztok Stržinar nicht, wie ich das ursprünglich vermutet hatte, einen Generator für weißes Rauschen in WriteMonkey eingebaut, sondern stattdessen die Möglichkeit geschaffen, beliebige MP3 oder OGG Dateien über WriteMonkey im Hintergrund abzuspielen. Zwei Varianten, das Knistern eines Feuers und das Plätschern vom Regen, sind bereits in der neuen Version des Programms enthalten.

Wem diese beiden nicht ausreichen, der kann über die offizielle Homepage im Downloadbereich noch ein ganzes Paket mit weiteren Hintergrundgeräuschen herunter laden und diese dann einfach in das Sounds Verzeichnis von WriteMonkey entpacken. Der Inhalt dieses Pakets erfüllt mit Sicherheit so gut wie alle Wünsche, die jemand für Hintergrundgeräusche für ablenkungsfreies Schreiben nur haben könnte: neben den drei klassischen Varianten normalen Rauschens (weißes Rauschen, rosa Rauschen und braunes Rauschen) gibt es hier verschiedene stilvolle Hintergrundgeräusche wie Wind, Meeresrauschen, Sturm, Wasserfall oder die Geräusche des Waldes. All diese Loops liegen im OGG-Format vor, wobei keine der Dateien größer als 600 KB ist.

Der Nutzen dieses neuen Features geht allerdings über den reinen Einsatz von weißem Rauschen weit hinaus: nun ist man zum Beispiel auch in der Lage, ähnlich wie bei dem Mac Programm Ommwriter beim Schreiben beliebige Musikstücke wie zum Beispiel entspannende Meditationsmusik im Hintergrund abzuspielen. Auf diese Weise können Sie sozusagen jederzeit den passenden Soundtrack für ihr Buch griffbereit dabei haben.

Das neue Feature, das allerdings nur registrierten Benutzern (die die Entwicklung von WriteMonkey mit einer kleinen Spende unterstützt haben) zur Verfügung steht, kann beim Schreiben jederzeit mit STRG + W ein- oder ausgeschaltet werden. Mit SHIFT + STRG + W kann man der Reihe nach alle Soundeffekte durchschalten, die im Sounds-Ordner gespeichert sind.

Man könnte nun argumentieren, dass man ebenso gut einfach einen simplen Media Player wie Foobar2000 (der im Gegensatz zu den meisten Konkurrenten 'gapless playback' beherrscht) mit den entsprechenden, auf automatische Wiederholung geschalteten Sounddateien im Hintergrund laufen lassen könnte.

Für Anwender ohne Lizenzschlüssel, denen diese Funktion von WriteMonkey somit nicht zur Verfügung steht, mag das sogar zutreffen. Die in WriteMonkey implementierte Lösung hat gegenüber dem Workaround mit dem Media Player natürlich den Vorteil, dass man kein zusätzliches Programm benötigt, sondern jederzeit mit ein paar simplen Tastendrücken die Hintergrundgeräusche ein und ausschalten oder zwischen den einzelnen Soundsverzeichnis gespeicherten Geräuschen umschalten kann.

Der einzige Nachteil, den die neue Funktion in der aktuellen Programmversion noch hat, ist, dass die Lautstärke die Hintergrundgeräusche ausschließlich über die normale Lautstärkeregelung von Windows reguliert werden kann. Es ist somit nicht möglich, die Lautstärke der Soundeffekte unabhängig von einem eventuell aktivierten Tastenklicken zu regulieren. Aber es würde mich sehr wundern, wenn Iztok Stržinar nicht bereits in einem der nächsten Updates für WriteMonkey eine Lösung für diesen kleinen Schönheitsfehler präsentieren würde.

Sie finden die neue Version von WriteMonkey unter http://writemonkey.com/download.php

Montag, 28. Februar 2011

WritersWorkshop Ezine Ausgabe 02/2011 erschienen

Heute ist die neue Ausgabe des kostenlosen WritersWorkshop E-Zines erschienen, diesmal mit folgenden Artikeln:

- "Perfektion, nein danke… oder: Ihr idealer Leser”

- Review “WriteMonkey 2.01” mit White Noise Feature

- Review “Scrivener für Windows – neue Beta 1.7”

- Buchreview “Fondle Your Muse” von John Warner

Sie können die aktuelle Ausgabe sowie alle älteren Ausgaben des E-Zines im Downloadarchiv unter http://ezine.writersworkshop.de herunterladen (wo Sie das Magazin auch kostenlos abonnieren können) ;-)

Viel Spaß beim Lesen!

Samstag, 26. Februar 2011

Störungsfreies Schreiben durch Weißes Rauschen

Auch wenn für die meisten für uns der Idealzustand darin bestehen dürfte, das wir immer eine ruhige, stille und ablenkungsfreie Schreibumgebung haben, dürfte dies in der Praxis sehr häufig nicht der Fall sein. Ob wir nun in einem Café sitzen, wo sich Leute am Nachbartisch lautstark unterhalten, oder ob wir zuhause schreiben wollen, während unser Partner Fernsehen will oder die Kinder im Hintergrund lautstark spielen – oft müssen wir entnervt feststellen, dass es bei all dem Lärm kaum möglich ist, einen klaren Gedanken zu fassen oder sich womöglich auf die Suche nach einer gelungenen Formulierung zu konzentrieren.

Eine seit jeher beliebte Lösung, derart störende Geräusche auszuschließen, sind Ohrenstöpsel, die allerdings meist auch nicht gerade angenehm zu tragen sind und eine nach einiger Zeit durch die durch den Druck schmerzenden Ohren mindestens ebenso sehr vom Schreiben ablenken wie zuvor die störenden Umweltgeräusche. Die andere, bessere Lösung besteht darin, sich Kopfhörer aufzusetzen und so statt der störenden, zufälligen Geräuschkulisse im Hintergrund selbst zu bestimmen, was man während des Schreibens hört.

Radiosender oder Hörbücher sind hierbei naturgemäß absolut ungeeignet, da man hier fast schon automatisch aktiv zuhört und sich somit erst recht nicht mehr aufs Schreiben konzentrieren kann. dasselbe gilt generell für alle Arten von Musik mit Sprache. Selbst wenn wir die gesungene Sprache nicht verstehen, beschäftigt sie doch automatisch unser Unterbewusstsein und lenkt uns somit ab. Ruhige Instrumentalmusik ist schon geeigneter, weswegen viele Schriftsteller, die ich kenne, zum Beispiel gerne keltische Musik beim Schreiben im Hintergrund hören.

Wenn es einem aber nicht in erster Linie um eine angenehme Geräuschkulisse geht, sondern darum, die störenden Umweltgeräusche auszufiltern, sind gleichmäßige, monotone Geräusche weitaus besser geeignet. Denken Sie hierbei nur an die einschläfernde Wirkung des monotonen Ratterns eines fahrenden Zuges.

Je monotoner und gleichförmiger ein Geräusch ist, umso schneller wird es von unserem Unterbewusstsein ausgefiltert und von uns gar nicht mehr bewusst wahrgenommen. Jemand, der an einer belebten Straße wohnt, wird irgendwann das stetige Geräusch der vorbeifahrenden Autos, das ihn in den ersten Tagen fast in den Wahnsinn getrieben hat, gar nicht mehr bewusst wahrnehmen.

Dasselbe gilt für Geräusche wie weißes Rauschen, rosa Rauschen oder braunes Rauschen. Wenn man erstmals damit anfängt, hiermit zu experimentieren, werden einen diese Geräusche in den ersten Minuten eher fürchterlich nerven, obwohl sie die Hintergrundgeräusche erfolgreich überdecken können. Doch noch einer kurzen Eingewöhnungsphase wird man feststellen, dass man das anfangs allzu störend empfundene Rauschen kaum noch wahrnimmt, sondern selbst in einer lauten Umgebung angenehm konzentriert arbeiten kann.

Wenn Sie auch einmal einen Selbstversuch starten wollen, können Sie sich entsprechende Soundsamples unter www.richardnorden.de/content/Rauschen.zip herunterladen. Diese ZIP-Datei enthält jeweils eine einminütige Sounddatei für weißes, rosa und braunes Rauschen. Diese Hintergrundgeräusche können Ihnen dabei helfen, auch in lauten, unruhigen Umgebungen störungsfrei zu arbeiten, wenn Sie diese über Kopfhörer (wahlweise am Laptop über Ihren MediaPlayer oder mit einem beliebigen tragbaren MP3-Player) in einer für Sie angenehmen Lautstärke auf automatische Wiederholung geschaltet (ansonsten ist der Spaß nach einer Minute schon vorbei… ;-)) hören. Alle drei Dateien liegen im platzsparenden OGG-Format vor - Sie können die Dateien bei Bedarf natürlich auch problemlos ins MP3-Format umwandeln.

Zum Abspielen empfehle ich den kostenlosen MediaPlayer "Foobar2000", der sich auch portabel auf einem USB-Stick installieren lässt, da dieser im Gegensatz zum Windows MediaPlayer, VLC oder dem MediaPlayer Classic das sogenannte "gapless playback" beherrscht: Hierdurch wird die Sounddatei, wenn man auf automatische Wiederholung stellt, ohne jegliche Pause wiedergegeben. Bei den meisten anderen Playern hört man eine kurze, aber dennoch störende Pause von einer knappen Sekunde, bevor die Sounddatei wieder von vorne beginnt.

Natürlich ist es wichtig, dass man hier ein wenig mit der Lautstärke experimentiert. Was für einen selbst die richtige Einstellung ist, richtet sich meist in erster Linie nach der Lautstärke und Intensität der zu überdeckenden Hintergrundgeräusche.

Mittwoch, 9. Februar 2011

Interview mit Iztok Stržinar

Anläßlich des Erscheinens von WriteMonkey 2.0, für das ich im Januar die deutsche Übersetzung fertiggestellt habe, hatte ich die einmalige Gelegenheit, Iztok Stržinar, den Entwickler von WriteMonkey, für das WritersWorkshop E-Zine zu interviewen.

RN: WriteMonkey hat sich in den letzten Jahren von einem anfänglichen Außenseiter zur mittlerweile unbestrittenermaßen besten Zenware-Textverarbeitung für Windows entwickelt. Wie sind Sie zur Programmierung gekommen?

IS: Zunächst einmal bin ich eigentlich kein Programmierer, sondern Journalist und habe daher eine besondere Beziehung zum geschriebenen Wort. Ich habe viele Jahre lang als IT-Journalist für das größte slowenische Computer-Magazin gearbeitet und dabei eine Vielzahl unterschiedlicher Editoren und Textverarbeitungssysteme eingesetzt. Die Sache ist die: Ich entwickle WriteMonkey nicht als Programmierer, sondern als Schriftsteller - ich weiß daher, was man als Schriftsteller braucht und was nicht. Ich verwende WriteMonkey auch selbst für all meine Schreibprojekte. Meine Erfahrungen mit WriteMonkey stammen daher sozusagen aus erster Hand. Ich glaube, dass das mein größter Wettbewerbsvorteil gegenüber 'echten' Entwicklern ist, die üblicherweise die von ihnen entwickelten Programme selbst niemals verwenden.

RN: Wie Sind Sie auf die Idee zu WriteMonkey gekommen?

IS: Ein ablenkungsfreies Textsystem zu schreiben, also sozusagen Zenware, ist nicht meine Idee gewesen. Ich habe ein solches Programm zum ersten Mal Anfang 2007 gesehen, als ich Writeroom auf dem Mac in Aktion gesehen habe. Das war auf dem Rechner eines Freundes, so dass ich nur einen kurzen Blick darauf werfen konnte - dennoch war es Liebe auf den ersten Blick.

Wie Sie wissen, sind echte - also professionelle - Schriftsteller sehr anspruchsvoll, was ihre Schreibwerkzeuge angeht. Es ist nicht nur die Funktionalität, die zählt, sondern auch das Look&Feel der gesamten Arbeitsumgebung. Ein flexibel anpassbarer Vollbild-Texteditor mit einer minimalistischen Oberfläche ist die logische Antwort darauf. Und das Zen-Konzept beschreibt diesen Ansatz perfekt.

Soweit ich mich erinnere, gab es Anfang 2007 bereits eine Reihe von Windows-Clones von Writeroom: DarkRoom, Q10 und - da bin ich mir nicht ganz sicher - JDarkRoom. Die waren ganz in Ordnung, aber weit von meinem idealen Texteditor entfernt...

Damals hatte ich schon recht solide Programmiererfahrung mit Webanwendungen: PHP, Javascript, sogar Flash Actionscript - aber noch kein Bisschen mit der Entwicklung von Programmen für Windows. WriteMonkey ist mein erstes .net Projekt. Die erste Codezeile, die ich jemals in C# geschrieben habe, lebt vermutlich immer noch irgendwo im Programmcode von WriteMonkey.

RN: Hätten Sie anfangs gedacht, dass WriteMonkey einmal so bekannt werden würde?

IS: WriteMonkey begann ursprünglich als reines Hobbyprojekt und hatte damals nur einen einzigen Zweck: eine Schreibanwendung zu entwickeln, die meinen eigenen, persönlichen Ansprüchen gerecht werden kann. Ich wollte mir sozusagen nur selbst den Rücken kratzen. Natürlich habe ich das Programm schon in einem recht frühen Stadium online veröffentlicht, in ein paar Foren dazu gepostet - und war dann ziemlich überrascht, dass eine ganze Reihe von Leuten das Programm mochte. Es muss etwas Magisches in der schwarzen Oberfläche mit dem Text in der Mitte liegen - denn außer dem schwarzen Bildschirm war da anfangs nicht viel mehr.

RN: Was glauben Sie, woran das liegt?

IS: Meiner Meinung nach ist das Hauptproblem moderner Textverarbeitungsyssteme ihre Fixierung auf WYSIWYG (What you see is what you get). Sie zwingen einen, in einer Art Druckvorschau zu schreiben. Das ist eine gute Sache für Leute in Büros, die mit Kopieren und Einfügen Briefe aus Textbausteinen zusammenbasteln, aber nicht für Schriftsteller. Warum sollte ich stundenlang auf eine Schrifart starren, die zwar auf dem Papier gut aussieht - aber nicht am Bildschirm? Auch wenn ich Arial in Schriftgrad 11 auf dem fertigen Ausdruck brauche, bevorzuge ich vielleicht dennoch Consolas in Schriftgrad 16 für die Arbeit am Bildschirm. Es ist nur zu gut, dass mein Text auf dem Bildschirm optisch nichts mit der gedruckten (oder exportierten) Version zu tun hat. WriteMonkey ist daher sozusagen eine WYSINWYG-Anwendung (also "Was man sieht, ist NICHT das, was später rauskommt").

RN: Haben Sie schon mal darüber nachgedacht, RTF-Textformatierungen in WriteMonkey zu integrieren?

IS: Schon ganz von Anfang an haben die Anwender nach RTF-Unterstützung gefragt und ich war oft in Versuchung, es ins Programm rein zu nehmen, aber heute denke ich, dass es die richtige Entscheidung war, beim reinen Text zu bleiben. Ich könnte jetzt mit der ganzen Debatte Textverarbeitung contra Schreiben anfangen, aber das lasse ich jetzt mal - Sie kennen diese Debatte ja selbst nur zu gut.

RN: Wie ging es mit der Entwicklung von WriteMonkey weiter?

IS: Nun, früher oder später fand ich heraus, dass ein leerer schwarzer Bildschirm mit schönen Buchstaben zwar angenehm ist, aber dass man doch noch ein paar andere Funktionalitäten benötigt, um wirklich effektiv schreiben zu können. Keines dieser Tools konnte ich in traditionellen Textverarbeitungen finden.

Der Kern der WriteMonkey-Gemeinschaft waren Schriftsteller (von denen viele technisch bewandert sind), und auch die fingen damit an, mein Mailpostfach mit zahllosen Vorschlägen für Verbesserungen und neue Funktionen zu füllen. Viele davon waren hervorragend und ich begann mich zu fragen: Wo zum Teufel sind Microsoft und Konsorten? Warum ist so etwas nicht Bestandteil von Word? Es würde sie nichts kosten, zum Beispiel eine vernünftige Fortschrittsanzeige in der Statuszeile zu realisieren - ich verstehe das bis heute nicht.

RN: Woher kommt eigentlich der Name WriteMonkey?

IS: Es gibt drei Metaphern, die mit diesem Namen verknüpft sind: 'Monkey Mind' aus dem Buddhismus, der geistige Zustand, in dem man sich nicht konzentrieren kann. Der Affe springt andauernd zwischen verschiedenen Dingen hin und her und bringt dabei nichts zustande. Das ist die Sache, die ihn von uns Menschen unterscheidet. Oder so ähnlich… Es ist insofern sowohl amüsant als auch bedeutungsvoll, den Affen im Namen eines solchen Programms zu haben.

Dann gibt es da noch das bekannte Zitat mit den unendlich vielen Affen, die, wenn man sie unendlich lange auf Schreibmaschinen herum tippen lassen würde, irgendwann die kompletten Werke von Shakespeare produzieren würden.

Na ja, außerdem werden professionelle Programmierer oft als 'Code Monkeys' bezeichnet. Was sind dann professionelle Autoren? Mit Sicherheit 'Write Monkeys' ;-)

RN: Wie wird es mit WriteMonkey weiter gehen? Was ist für die Zukunft geplant?

IS: Technisch gesehen verfolge ich bei WriteMonkey einen evolutionären Ansatz. Neue Features entwickeln sich recht spontan, wie sie eben von mir oder von den Anwendern benötigt werden. Ja, ich habe auch eine To-Do-Liste, aber es gibt keinen großen Master-Plan dahinter. Ich muss schlicht und einfach jede Änderung oder Erweiterung mögen. Es gibt ja auch keinen kommerziellen Druck dahinter, der dazu führen könnte, dass sich WriteMonkey in die falsche Richtung entwickelt. Wobei es natürlich nicht so ist, dass ich kein Geld gebrauchen könnte. Es ist zwar eine Menge Arbeit, aber der Spaß daran überwiegt noch immer. Und natürlich die ganzen glücklichen Anwender. Das ist es, was das Projekt am Leben hält.

Ach ja, die weitere Planung… Jetzt, wo gerade WriteMonkey 2.0 erschienen ist, bin ich momentan hauptsächlich an der Bekämpfung von Bugs, die sich noch irgendwo verstecken. Das größte Problem momentan hängt mit den Eingabemethoden der Chinesen, Japaner und Koreaner zusammen. Das neue Feature mit den eingebundenen Kommentaren arbeitet irgendwie nicht richtig mit diesen Sprachen zusammen und ich habe noch keine Ahnung, warum. Das ist besonders schwierig, da ich mich mit diesen Sprachen überhaupt nicht auskenne. Glücklicherweise gibt es da ein paar 'östliche' Anwender, die bereit sind, mir zu helfen.

Wenn ich das erst einmal erledigt habe, gibt es schon ein paar Kandidaten für mögliche neue Features auf meiner Liste, aber ich habe mich noch nicht entschieden, was davon als Nächstes dran kommt.

RN: Das klingt interessant. Was denn zum Beispiel?

IS: In letzter Zeit habe ich viel über eine erweiterte Sprünge-Funktionalität nachgedacht. Neben der aktuellen Funktionsweise - also individuelle Texte nach verschiedenen Formatierungen zu durchsuchen - würde ich gerne eine Art Projektmodus integrieren, der es ermöglicht, viele Einzeltexte zu einem Projekt zusammenzufassen. Wie die Kapitel in einem Roman, zum Beispiel. Es gibt zwei mögliche Ansatzpunkte dafür: entweder der einfache "Alle Dateien in einem Ordner"-Ansatz oder ein vielseitigerer, dateibasierter Datenbank-Ansatz. Mal sehen...

RN: Und was für andere Ideen kämen noch in Frage?

IS: Eine andere Idee ist, eine WriteMonkey API zu entwickeln, die es anderen Entwicklern ermöglicht, zu WriteMonkey beizutragen. Es gibt zum Beispiel eine Menge Anfragen für die Einbindung von Online-Diensten - also die Möglichkeit, direkt aus WriteMonkey in Blogs zu posten, Backups auf Onlinediensten wie Evernote zu speichern, Texte per Mail direkt an den Kindle Reader zu schicken und so weiter. Es wäre nicht sinnvoll, all das in WriteMonkey hinein zu packen. Der richtige Weg ist, so etwas über eine Schnittstelle als Erweiterungen einzubinden.

Ach ja, da gibt es noch eine interessante Sache: Wie Sie wissen, experimentiere ich manchmal mit etwas außergewöhnlichen bis seltsamen Features, die oft als versteckte Boni ihren Weg in WriteMonkey finden. Momentan beschäftige ich mich mit dem Effekt des weißen Rauschens. Analog zum weißen Licht, das ein Konglomerat aller Lichtfrequenzen ist, ist weißes Rauschen das, was wir hören, wenn es eine Vielzahl von Hintergrundgeräuschen aus unterschiedlichen Quellen gibt. Das Plätschern eines Flusses, das Rauschen des Winds in den Bäumen, das Geräusch des Regens… Solche Geräusche können eine äußerst positive Auswirkung auf das Schreiben haben. Zunächst einmal sind sie sehr angenehm und haben einen geradezu hypnotischen Effekt, außerdem maskieren sie sogar bei geringer Lautstärke alle anderen Geräusche wie Unterhaltungen im Hintergrund und blenden sie schlicht und einfach aus.

Stellen Sie sich das nur mal vor: Sie sitzen mit Ihrem Laptop in einem Café und wollen nicht von den lauten Unterhaltungen um Sie herum gestört werden. Setzen Sie Ihre Kopfhörer auf, aktivieren Sie das Feature 'weißes Rauschen' in WriteMonkey und Sie können sich wieder problemlos konzentrieren.

RN: Die Idee klingt gut. Ich habe hier auch schon mit Geräuschen wie dem Knistern eines Kaminfeuers sehr positive Erfahrungen gemacht. Man kann also schon mal sehr gespannt sein, was uns mit WriteMonkey 2.1 erwarten wird. Vielen Dank für das Gespräch und den ausführlichen Einblick in die Entstehungsgeschichte von WriteMonkey.

Dienstag, 14. Dezember 2010

SoftMaker Load & Help 2010

Gestern früh habe ich auf die Adventsaktion für den kostenlosen Download von “SoftMaker Office 2008” hingewiesen. Wie ich heute früh von der Firma erfahren habe, startet SoftMaker auch dieses Jahr eine “Load & Help”-Aktion, die bis zum 31.12.10 läuft:

Für jeden Teilnehmer, der sich über die offizielle Seite der Aktion http://www.loadandhelp.de eine kostenlose Version von SoftMaker Office 2008 für Windows und/oder Linux oder (und das ist in diesem Jahr neu) das kostenlose Schriftartenpaket mit 80 hochwertigen Schriftarten herunterlädt, spendet SoftMaker 10 Cent an ausgewählte Hilfsprojekte.

Insofern tun Sie mit den kostenlosen Downloads nicht nur sich selbst, sondern auch anderen etwas Gutes. Bitte erzählen Sie auch Freunden und Bekannten von dieser Aktion oder posten Sie darüber in Ihrem Blog oder auf Twitter, um auch in diesem Jahr wieder einen möglichst großen Betrag für einen guten Zweck zusammen zu bekommen. Danke!

Scrivener für Windows – neue Beta 1.4 erschienen

Seit dem Wochenende ist die neue Beta-Version 1.4 der für nächstes Frühjahr angekündigten Windows-Version von “Scrivener” erhältlich. Die neue Version, die die am 12.12 abgelaufene Beta 1.3 ablöst, ist bis zum 30.01.2011 lauffähig und wird dann Ende Januar durch eine neue, aktualisierte Programmversion ersetzt.

Die Beta-Version des brillanten Schreibprogramms “Scrivener”, das in den letzten Jahren jede Menge Schriftsteller zum Wechsel ins Mac-Lager verführt hat, steht unter http://www.literatureandlatte.com/scrivenerforwindows kostenlos zum Download zur Verfügung. Wer die bisherige Beta 1.3 benutzt hatte oder Scrivener einfach mal ausprobieren will, sollte jetzt die neue Version herunterladen.

Ich persönlich bin rundum begeistert und nutze “Scrivener” – auch wenn es ‘nur’ eine Beta ist - bereits jetzt für alle meine Schreibprojekte. Abgesehen von ein paar nebensächlichen Features, die in der Beta noch fehlen, kann ich keine Bugs o.ä. feststellen, die gegen einen Produktiveinsatz der aktuellen Version sprechen würden. Aber natürlich gilt auch hier: immer regelmäßig alle Daten sichern, damit man schlimmstenfalls zumindest die Version vom Vortag zurückholen kann.

PS: Wer erfolgreich am diesjährigen NaNoWriMo teilgenommen hat, findet auf der NaNoWriMo-Webseite unter Winner Goodies auch einen 50% Coupon, mit dem er im nächsten Frühjahr beim offiziellen Erscheinen des Programms “Scrivener” für nur 20$ statt 40$ kaufen kann.

Montag, 13. Dezember 2010

Softmaker Office 2008 kostenlos

Die deutsche Softwarefirma Softmaker bietet im Rahmen einer Adventsaktion heute eine kostenlose Vollversion Ihres Officepakets “Softmaker Office 2008” für Windows und Linux an.

Sie können unter http://www.softmaker.de/advent2010.htm einen Lizenzschlüssel anfordern, der übrigens auch upgradeberechtigt ist und es Ihnen somit ermöglicht, günstig auf die aktuelle Version “Softmaker Office 2010” umzusteigen.

“Softmaker Office” ist vollständig kompatibel zu Microsoft Office und OpenOffice – und dabei so handlich, das es sogar auf einem USB-Stick installiert werden kann. Wer also noch keine aktuelle Version von “Softmaker Office” hat, sollte hier unbedingt zugreifen.

Sonntag, 5. Dezember 2010

Schreibkurs “Projekt 52” bis zum 26.12.2010 mit 30% Rabatt

Während der nächsten 3 Wochen gibt es meinen Schreibkurs “Projekt 52 – von der Idee zum fertigen Roman” im Rahmen der diesjährigen Weihnachtsaktion mit 30% Rabatt.

Wer sich also bis Weihnachten für die neue Staffel anmeldet, die am 01.01.2011 pünktlich zum Jahreswechsel beginnt, kann den kompletten, einjährigen Kurs mit weihnachtlichen 30% Rabatt bereits ab 55,30 € buchen.

Ich biete Ihnen eine faire 100%-Garantie, durch die Sie mit dem Kauf von “Projekt 52” keinerlei Risiko eingehen: Falls “Projekt 52” Ihre Erwartungen nicht erfüllen sollte, geben Sie mir innerhalb der ersten 14 Tage nach Start des Kurses einfach per Mail Bescheid, ich überweise Ihnen dann den vollen von Ihnen bezahlten Kaufpreis zurück - ohne Wenn und Aber. Die “Projekt 52”-Arbeitsmaterialien, die Sie bis dahin per Mail erhalten haben, dürfen Sie in diesem Fall behalten. Das Rücktrittsrecht erlischt zwei Wochen nach Start des Kurses mit dem Erhalt der  Arbeitsmaterialien zu Woche 03.

Machen Sie 2011 zu dem Jahr, in dem Sie Ihren Roman schreiben – oder machen Sie mit diesem Schreibkurs einem Ihrer Lieben ein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk.

Alle Informationen zum Kurs und zur Anmeldung finden Sie unter http://P52.WritersWorkshop.de.

Sonntag, 28. November 2010

WritersWorkshop E-Zine Ausgabe 11/2010 erschienen

Heute ist die neue Ausgabe des kostenlosen WritersWorkshop E-Zines erschienen, diesmal mit folgenden Artikeln:

- "NaNoWriMo 2010 – Ein Rückblick”

- “Produktivstunden – Der Turbo für Ihre Schreibprojekte”

- Review “Scrivener für Windows”

- Review “Lotus Symphony 3”

- Buchreview “Writing Mysteries” von Sue Grafton

Sie können die aktuelle Ausgabe sowie alle älteren Ausgaben des E-Zines im Downloadarchiv unter http://ezine.writersworkshop.de herunterladen (wo Sie das Magazin auch kostenlos abonnieren können) ;-)

Viel Spaß beim Lesen!

NaNoWriMo 2010 – Ein Rückblick

nano_10_winner_120x390-8 In diesen Tagen geht der diesjährige NaNoWriMo zu Ende – für mich persönlich das zweite Mal, dass ich an diesem Schreibmarathon teilgenommen habe. Mein eigener NaNoWriMo-Roman "Gallagher – Die letzte Mission" hat es gestern mit 61.872 Worten über die Ziellinie zum magischen Wort "ENDE" unter dem letzten Kapitel geschafft – ein Anlass für mich, kurz auf die letzten vier Wochen zurück zu schauen.

Mit im Schnitt ca. 120 – 150 Minuten pro Tag ist der NaNoWriMo eine recht zeitaufwändige Aktion. Obwohl – oder vermutlich eher gerade weil – ich versucht habe, über den gesamten Zeitraum eine relativ konstante Quote von ca. 2000 Wörtern pro Tag zu erbringen, hat sich der Zeitaufwand bei mir nicht gleichmäßig über die ganzen vier Wochen verteilt:

Nach einem recht flotten Start (ca. 100 bis maximal 120 Minuten für die angepeilte Tagesquote), rächte es sich für mich ungefähr nach dem ersten Drittel, dass ich meinen NaNoWriMo-Roman nicht so präzise vorgeplant hatte, wie ich das sonst gerne bei meinen Projekten mache. Knappe zehn Stunden Planung erscheinen einem anfangs noch ausreichend, spätestens im Mittelteil rächt sich die scheinbare Zeitsparmaßnahme aber doppelt und dreifach.

An manchen Tagen brauchte ich fast vier Stunden, um mich durch die Stellen der Handlung zu schlagen, über die ich in der Planungsphase noch nach dem Motto 'Mut zur Lücke' recht locker hinweg gegangen war.

Erst im letzten Viertel, als die Handlung auf den großen Showdown zusteuerte, legte auch mein Schreibtempo wieder deutlich zu. In den letzten drei Tagen war ich jeweils schon nach runden 80 bis 90 Minuten mit meiner Tagesquote durch und musste mich eher bremsen, den Rest für die folgenden Tage aufzuheben.

Auch wenn die Rohfassung von "Gallagher" noch 'sehr roh' ist (allein meine handschriftlichen Notizen, was ich bei der Überarbeitung später noch alles umschreiben, ergänzen oder ändern muss, füllen satte fünf A4-Seiten), hat mir der NaNoWriMo auch dieses Mal wieder viel Spaß gemacht.

Ich drücke allen anderen Teilnehmern alle verfügbaren Daumen, dass sie es rechtzeitig über die Ziellinie schaffen und ihren Roman zur offiziellen Bewertung der Manuskriptlänge hochladen können.

Falls Sie noch einen Rückstand aufzuholen haben, beißen Sie die Zähne zusammen und schreiben Sie, bis die Finger qualmen. Denken Sie immer daran: In dieser Phase kommt es nicht auf Qualität an, sondern wirklich nur darauf, die Handlung voran zu treiben. Die Überarbeitung ist ein anderes Thema – und bekanntlich kann man keine leere Seite korrigieren. ;-)

Falls Sie hingegen die 50.000 Wörter schon voll haben, Ihre Handlung Ihnen aber noch erschreckend weit von einem befriedigenden Ende entfernt scheint, können Sie immer noch die Notbremse ziehen: Schreiben Sie alle Szenen, zu denen Sie noch nicht gekommen sind, als kurze Zusammenfassung von ein paar Sätzen – und springen Sie dann direkt ins große Finale. Zwei, drei Sätze je Szene sind schnell geschrieben – und später, nach dem offiziellen Ende des NaNoWriMo, können Sie die fehlenden Szenen nach und nach in aller Ruhe schreiben und an den entsprechenden Stellen ins Manuskript einfügen.

Ach ja: und falls Sie noch einen keinen Anreiz als Motivationsschub benötigen: Alle Gewinner des diesjährigen NaNoWriMo erhalten einen 50%-Coupon für die Windows-Version des brillanten Schriftsteller-Programms "Scrivener", die für Anfang nächsten Jahres angekündigt ist.

Einen ausführlichen Testbericht der bereits erhältlichen Beta-Version finden Sie in der neuen Ausgabe des WritersWorkshop E-Zines, die heute erscheinen wird.

Sonntag, 7. November 2010

50% Rabatt auf Liquid Story Binder

Im Rahmen des diesjährigen NaNoWriMo bietet Black Obelisk Software das vielseitige Schriftstellerprogramm “Liquid Story Binder” mit 50% Rabatt an. Den Bestell-Link finden Sie auf der Herstellerseite http://blackobelisksoftware.com im linken Bereich. Beim aktuellen Dollarkurs kostet “Liquid Story Binder” im Rahmen dieser Sonderaktion nur etwas mehr als 20 Euro – also ein gutes Schnäppchen, zumal alle zukünftigen Updates für registrierte Benutzer kostenlos sind.

Eine Demoversion des Programms können Sie hier kostenlos herunterladen.

Montag, 1. November 2010

Do You NaNoWriMo?

Seit mittlerweile über zehn Jahren findet jedes Jahr im November der NaNoWriMo, der "National Novel Writing Month" statt.

Ab heute werden sich wieder über 100.000 Autoren aller Genres aus über 35 Ländern 30 Tage lang die Finger wund tippen, um rechtzeitig bis zum 30.11 ein Romanmanuskript von mindestens 50.000 Wörtern zu schreiben. Und statistisch gesehen dürften es wohl auch in diesem Jahr nur runde 15% der Teilnehmer über die Ziellinie schaffen.

Die Grundidee hinter dem NaNoWriMo ist die, dass man nur einen festen Termin braucht, um sich endlich zum Schreiben seines Romans aufzuraffen. Anstatt jahrelang an den ersten Kapiteln eines Romans zu schreiben, zu korrigieren, zu verwerfen und wieder neu Anlauf zu nehmen, ist das Zeitlimit hier zu knapp, um lange zu zögern oder zu zaudern. 50.000 Wörter in 30 Tagen – also “friss oder stirb”. ;-)

Hier zählt nicht die Qualität, sondern nur die Quantität. Überarbeiten kann man später, Hauptsache, man hat erst einmal ein Rohscript, das man überarbeiten kann. Wie sagte schon Nora Roberts: "Man kann keine leere Seite korrigieren."

Und für diejenigen, die sich nicht überwinden können, einfach immer weiter zu schreiben, obwohl sie nur zu gut wissen, dass ihre bisherigen Seiten noch holprig, hölzern und voll logischer Fehler sind, hier noch ein markiges Zitat von Ernest Hemingway: "Die erste Fassung ist immer Sch..."

Insofern: Mut zur Lücke und zur eigenen Unperfektion. Machen Sie sich immer klar, dass auch die Rohfassungen der Romane vieler weltbekannter Autoren einfach grauenhaft und grottenschlecht sind – erst die Überarbeitung (in der meist viel, viel mehr Arbeit als in der ersten Rohfassung steckt) macht aus diesen zusammengeschusterten, inkonsistenten Manuskripten jene fesselnden und faszinierenden Bücher, die sich später ganz oben auf den Bestsellerlisten tummeln.

Niemand behauptet, dass Ihr Roman später ein Meisterwerk werden soll oder muss – es zählt in erster Linie der Spaß am Schreiben. Wenn Sie also für sich selbst und das, was Sie schreiben, hohe Qualitätsstandards haben, sollten Sie sich für den NaNoWriMo ein neues Motto setzen: "Nichts ist so schlecht, dass man es nicht überarbeiten könnte." ;-)

NaNoWriMo

Auch wenn ich eigentlich kein großer Freund davon bin, ein Romanmanuskript überhastet herunter zu schreiben (wer mich kennt weiß, dass ich auf eine solide Vorplanung schwöre), nehme ich diesmal dennoch wieder am NaNoWriMo teil – diesmal mit dem Science-Fiction-Roman "Gallagher – Die letzte Mission" (dies ist zumindest der bisherige Arbeitstitel).

Was ist mit Ihnen - Sind Sie auch dabei? Melden Sie sich einfach und kostenlos auf http://www.nanowrimo.org/de an und geben Sie der Romanidee, die da in Ihrem Hinterkopf schlummert, eine Chance.

Und für alle, die sich mehr Zeit als einen Monat zum Schreiben Ihres Romans nehmen wollen und Wert darauf legen, anschließend auf ein ausgereiftes, bereits marktreif editiertes Manuskript zurückblicken zu können, gibt es als Alternativprogramm Projekt 52 ;-)

Donnerstag, 30. September 2010

WritersWorkshop Ezine Ausgabe 11 erschienen

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Die elfte Ausgabe des WritersWorkshop Ezines, des kostenlosen monatlichen Magazins für Schriftsteller und Hobbyautoren, ist ab sofort erhältlich – jetzt mit neuem, noch übersichtlicherem Layout.

Sie finden die aktuelle Ausgabe wie immer im offiziellen Downloadarchiv unter http://ezine.writersworkshop.de oder als direkten Downloadlink unter http://ezine.writersworkshop.de/archiv/WritersWorkshop_E-Zine_2010_09.pdf

Wenn Ihnen das Magazin gefällt, würde ich mich freuen, auch Sie als Abonnenten meines kostenlosen Magazins begrüßen zu dürfen.

Viel Spaß beim Lesen!

Montag, 20. September 2010

Buchreview "The Complete Writer's Guide to Heroes & Heroines"

Das 200seitige englischsprachige Taschenbuch "The Complete Writer's Guide to Heroes & Heroines: 16 Master Archetypes" der Autorinnen Tami Cowden, Caro LaFever und Sue Viders ist zweifellos eines der besten Bücher, das in den letzten Jahren zum Thema Charkterisierung geschrieben worden ist.
In den beiden ersten Teilen des Buchs werden die Archetypen der Helden (Chef, Bad Boy, Bester Freund, Charmeur, Verlorene Seele, Professor, verwegener Kerl und Krieger) und Heldinnen (Boss, Verführerin, Draufgängerin, Freigeist, Heimatlose, Bibliothekarin, Kreuzritter und Versorgerin) ausführlich analysiert und mit konkreten Beispielen aus Büchern, Filmen und Fernsehserien untermauert.
Im dritten Abschnitt zeigen die Autoren, wie man diese Archetypen verwendet, um glaubwürdige und faszinierende Charaktere zu erschaffen, bevor sie im vierten Abschnitt die einzelnen Archetypen aufeinander prallen lassen und für jede Kombination aus Held und Heldin aufzeigen, wo in dieser Konstellation das Konfliktpotenzial liegt und in welcher Beziehung sich beide ergänzen und sich so im Verlauf der Handlung gegenseitig beeinflussen.
Für jeden Schriftsteller, der in seinen Büchern abgerundete, dreidimensionale Charaktere erschaffen will, ist dieses Buch fast schon eine Pflichtlektüre.

Sonntag, 12. September 2010

Noch 7 Tage bis zum Anmeldeschluss für Projekt 52

Am Sonntag, dem 19.09.2010, ist der Anmeldeschluss für die am 01.10.2010 startende neue Staffel des auf ein komplettes Jahr angelegten Schreibkurses “Projekt 52 – Von der Idee zum fertigen Roman”.

Die neue Staffel wartet mit zusätzlichen neuen Inhalten und Themenbereichen auf und enthält erstmals alle 52 Arbeitshefte zusätzlich auch als ungekürzte Hörbuchausgaben im MP3-Format – ideal für längere Autofahrten oder unterwegs über Ihren MP3-Player. 

Augenblicklich sind noch freie Plätze vorhanden, die strikt in der Reihenfolge der Anmeldung vergeben werden. Es gilt daher: “Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.”

Nähere Informationen zum Kurs und zur Anmeldung finden Sie auf der Projektseite: http://Projekt52.WritersWorkshop.de

Empfehlen Sie “Projekt 52”: 40 € gefällig?

Projekt 52 Bonusprogramm

Anlässlich der neuen Staffel meines Schreibkurses "Projekt 52" habe ich ein lukratives Bonus-System für diejenigen eingeführt, die "Projekt 52" weiterempfehlen und so helfen, das Projekt auf eine immer breitere Basis zu stellen.

Wenn Sie Interesse haben, sich mit geringem Aufwand ein nettes Zusatzeinkommen (40 € Provision je erfolgreich vermitteltem Teilnehmer) zu verdienen, setzen Sie sich einfach über das Kontaktformular von WritersWorkshop mit dem Betreff “Bonusprogramm” mit mir in Verbindung.

Mit der Teilnahme am "Projekt 52"-Bonusprogramm können Sie nur gewinnen. Schon z.B. mit fünf erfolgreich vermittelten Teilnehmern verdienen Sie satte 200 Euro - und nach oben sind keine Grenzen gesetzt.

Detaillierte Informationen zum Bonusprogramm finden Sie unter http://www.writersworkshop.de/p52bonus.php.

Dienstag, 13. Juli 2010

Review “Wondershare Demo Creator 3.0”

Für die Aufzeichnung von Screencasts, also Videos, die die Bedienung von Programmen interaktiv zeigen, war Camtasia Studio von Techsmith bisher immer die erste Wahl - mit stolzen 299 USD allerdings für Privatanwender fast unerschwinglich teuer. Doch mittlerweile gibt es mit dem "Wondershare Demo Creator" einen starken Konkurrenten, der mit 99 USD für eine Privatlizenz gerade mal ein Drittel seines Konkurrenten kostet und dabei mit starken Leistungsmerkmalen punkten kann:

Der "Wondershare Demo Creator", der optisch mit einer modernen und übersichtlichen Benutzeroberfläche im Ribbon-Design (ähnlich wie bei Office 2007) ausgestattet ist, kann wahlweise komplette Filme oder interaktive Demos zu Programmen, Webseiten o.ä. aufzeichnen.
In beiden Fällen haben Sie die freie Wahl, ob Sie den kompletten Bildschirm (inklusive aller laufenden Anwendungen), ein spezielles Anwendungsfenster oder einen bestimmten Bildschirmausschnitt aufzeichnen wollen.
Das Programm bietet drei unterschiedliche Aufzeichnungsmodi:

Screen Shot

Hier werden alle Tastendrücke und Mausklicks registriert, die Sie im ausgewählten Anwendungsfenster machen. Bei jedem Klick oder Tastendruck wird ein Screenshot gemacht. Diese können Sie dann später bei der Bearbeitung einfach und unkompliziert zu einem kompletten Film zusammenfügen. Dieser Modus hat den Vorteil, dass es keine Rolle spielt, wenn Sie während der Aufzeichnung in den Menüs länger nach einer bestimmten Option suchen oder mal eine kurze Pause einlegen müssen. Solange Sie nirgends hin klicken und keine Taste drücken, wird auch nichts aufgezeichnet.

Full Motion

Im Full Motion Modus wird alles aufgezeichnet, was am Bildschirm passiert. Dieser Modus bietet sich an, um automatisch ablaufende Prozesse aufzuzeichnen, die keine Interaktion des Anwenders am Bildschirm erfordern (z.B. das Rendern einer Grafik in einem 3D-Programm).

Manual

Der manuelle Modus bietet Ihnen die größtmögliche Freiheit. Hier können Sie, während Sie ähnlich wie im "Screen Shot" Modus im aufzuzeichnenden Programmfenster arbeiten, mit frei definierbaren Hotkeys Screenshots von genau den Arbeitsschritten machen, die Sie in Ihrer Demo dokumentieren wollen.

Zusätzlich haben Sie die Möglichkeit, während der Aufzeichnung Ihrer Demo per Mikrofon Ihre eigene Stimme mit aufzuzeichnen und so Ihren späteren Zuschauern genau zu erläutern, was Sie gerade tun und was ggf. zu beachten ist.
Nach erfolgreicher Aufzeichnung können Sie Ihr Video nachbearbeiten, indem Sie z.B. die Sprechblasen, die mit dem Standardtext "Click" anzeigen, welche Stellen Sie mit der Maus angeklickt haben, durch aussagekräftige Texte ersetzen oder optisch ansprechend aufbereiten. Sie können Textfenster mit Erläuterungen einblenden, zusätzliche Bilder einfügen etc. - hier sind Ihrer Phantasie und Kreativität quasi keine Grenzen gesetzt.

Das fertige Video können Sie schließlich in quasi alle populären Formate (Flash Video, YouTube, als Exe-Datei oder für den Email-Versand) umwandeln und dann ggf. direkt bei YouTube hochladen.
Ob Sie also ein Programm vorstellen wollen, einem Freund oder Familienangehörigen interaktiv zeigen möchten, wie er z.B. Skype einrichtet oder einen interaktiven Rundgang durch Ihre neue Homepage produzieren möchten - mit dem Wondershare Demo Creator ist all das und noch weitaus mehr möglich.

Sie finden den "Wondershare Demo Creator 3.0" unter http://www.sameshow.com/demo-creator.html
Hier haben Sie auch die Möglichkeit, sich vor dem Kauf eine 30 Tage lauffähige Demoversion herunterzuladen und sich so selbst von der Leistungsfähigkeit des Programms zu überzeugen. Einige aussagekräftige Beispiele für die unterschiedlichen Anwendungsmöglichkeiten finden Sie übrigens hier: http://www.sameshow.com/democreator/create-software-demo-samples.html

Meine persönliche Bewertung des Wondershare Demo Creator: 9/10 Punkten

Sonntag, 4. Juli 2010

PDF-Tools für Autoren

In den vergangenen Jahren hat sich das von Adobe entwickelte PDF-Format (Portable Document Format) als allgemeingültiger Standard für den Austausch elektronischer Dokumente entwickelt. Alle Versuche anderer namhafter Hersteller wie Microsoft, ihre eigenen Standards am Markt einzuführen, waren allein aufgrund der großen Verbreitung des PDF-Formats bereits im Vorfeld zum Scheitern verurteilt.

Das PDF-Format hat eine ganze Reihe von Vorteilen, die es auch und gerade für Schriftsteller, Journalisten und andere Autoren unverzichtbar machen:

1) Im PDF-Format gespeicherte Dokumente können nicht nur unter Windows, sondern auch unter Mac-OS X oder Linux geöffnet werden, ohne dass hierfür teure Software erforderlich wäre.

2) PDF-Dokumente können nicht nur Text und Grafiken enthalten, sondern auch alle verwendeten Schriftarten ins Dokument einbetten, so dass das Dokument auf jedem Rechner gleich aussieht, egal ob dort die verwendeten Schriften installiert sind oder nicht.

3) PDFs haben sich nicht nur im Bürobereich für den Austausch von Berichten o.ä. durchgesetzt, sondern stellen auch den weltweit verbreitetsten Standard für elektronische Bücher (Ebooks) dar.

4) Ein PDF kann (zumindest mit regulären Bordmitteln) nicht ohne Weiteres geändert werden. Dennoch ist es möglich, ein PDF mit Kommentaren, Markierungen o.ä. zu ergänzen, was es für Autoren zu einem idealen Kommunikationsmittel im Bereich der Revisionsbearbeitung macht.

5) Es ist möglich, PDFs bereits bei der Generierung mit einem Passwortschutz zu versehen. So kann nicht nur verhindert werden, dass Unbefugte das PDF öffnen, sondern es kann sogar eingeschränkt werden, ob Textpassagen aus dem PDF heraus kopiert werden dürfen, ob und in welcher Auflösung das Dokument gedruckt werden darf etc.

6) Durch die Möglichkeit, PDFs in beliebig hoher dpi-Auflösung zu generieren, hat sich das PDF-Format (bzw. die Unterart PDF/X) auch als Standard für die Übergabe von druckreifen Dokumenten etabliert.

7) Obwohl das PDF als proprietäres Format von Adobe begonnen hat, braucht man heute nicht mehr den Adobe Acrobat, um PDF-Dateien zu erzeugen oder zu bearbeiten, da diese Aufgaben mittlerweile ebenso gut von diversen Freeware- und OpenSource-Programmen übernommen werden können.

Um mit PDFs arbeiten zu können, braucht man primär zwei Programme: eines zum Erzeugen von PDF-Dateien, ein weiteres zum Anzeigen (und ggf. Bearbeiten / Kommentieren) der PDF-Dateien. Will man hierbei auf das Adobe Acrobat Programm verzichten, das selbst in der deutlich abgespeckten Standard-Version stolze 160 Euro kostet, sind die beiden folgenden Programme die beste Wahl:

1) PDFs erzeugen mit dem PDF Creator 1.0.1

Der PDF Creator ist ein OpenSource Projekt. Das kostenlose, komplett auf Deutsch erhältliche Programm, das kürzlich nach jahrelanger Entwicklung die 1.0-Versionsnummer erreicht hat, wird als Druckertreiber installiert und ermöglicht es, aus jeder beliebigen Anwendung heraus PDF-Dateien zu erzeugen.

Der PDF Creator beherrscht u.a. auch PDF/X-Dateien (werden für die Erzeugung der Druckvorstufe verwendet) und passwortgeschützte PDFs, außerdem kann er Dateien wahlweise auch im PostScript- oder Encapsulated-PostScript-Format sowie in verschiedenen Bildformaten (TIF, JPG...) speichern.

2) PDFs anzeigen / bearbeiten mit dem PDF Xchange Viewer

Der PDF Xchange Viewer ist ein kostenlos erhältliches Freeware-Programm der Firma Tracker Software. Das auf Deutsch erhältliche Programm ist wesentlich schlanker als der konventionelle Adobe Acrobat Reader, der in seinen neueren Versionen gerne schon mal ältere Rechner allein durch seinen Ressourcenhunger in die Knie zwingt.

Ein großer Vorteil gegenüber anderen PDF Viewern ist einerseits seine uneingeschränkte Portabilität (das Programm kann direkt von einem USB-Stick oder sogar von einer CD-ROM aus gestartet werden), außerdem bietet er die Möglichkeit, PDFs mit diversen integrierten Tools (Schreibmaschine, Markierungen, Kommentare, Seiten drehen...) zu markieren, kommentieren und ergänzen und dann in der überarbeiteten Version wieder abzuspeichern.

3) PDFs teilen / zusammenfassen mit PDFsam

Manchmal kommt man in die Verlegenheit, mehrere PDFs zu einem Gesamtdokument zusammenfassen zu müssen oder umgekehrt Teile aus einem längeren PDF zu löschen oder zu extrahieren. Hier kommt das OpenSource Tool PDFsam (http://www.pdfsam.org/) ins Spiel.

PDFsam ist in zwei Versionen erhältlich: die kostenlose Version mit geringfügig reduziertem Funktionsumfang kann einfach heruntergeladen und installiert werden, die 'erweiterte' Version steht einem nach einer kleinen Spende an die Entwickler zur Verfügung. Theoretisch reicht es aus, einen Minimalbetrag von nur einem Euro zu spenden, so dass es also selbst für finanziell eingeschränkte Anwender keinen Grund gibt, sich die 'erweiterte' Version nicht zu gönnen. Diese Version ermöglicht es zusätzlich, PDF-Dokumente zu verschlüsseln oder zu entschlüsseln, die Meta-Daten des PDFs zu bearbeiten, Dateianhänge aus PDFs zu extrahieren etc.

Mit diesen drei kostenlosen Programmen deckt man bereits den größten Teil des Funktionsumfangs von Adobe Acrobat Standard ab. Weitergehende Features wie das Erstellen ausfüllbare PDF-Formulare oder das Umwandeln gescannter PDFs in durchsuchbaren Text, wie sie die Standard- oder teils nur die Pro-Version des Adobe Acrobat bieten, werden überwiegend im geschäftlichen Bereich benötigt. Wer diese Features tatsächlich benötigt, kann die Anschaffung des Adobe Acrobat erwägen, alle anderen dürften mit den oben empfohlenen Freeware- bzw. OpenSource-Alternativen besser beraten sein.

Dienstag, 29. Juni 2010

Juni-Ausgabe des kostenlosen WritersWorkshop E-Zines erschienen

Heute ist die aktuelle Juni-Ausgabe des WritersWorkshop E-Zines erschienen. Unsere Themen sind diesmal:

  • “Was haben Sie morgen vor?” Tipps zur Vermeidung von Schreibblockaden
  • Diktiergeräte für Podcasts / Transkription
  • Kostenlose PDF-Tools für Autoren
  • Buchreview Roy Peter Clark “Die 50 Werkzeuge für gutes Schreiben”

Die aktuelle Ausgabe kann über das Webarchiv unter http://ezine.writersworkshop.de kostenlos heruntergeladen werden. Unter http://writersworkshop.de/ezineanmeldung.php können Sie das E-Zine kostenlos abonnieren.

Viel Spaß beim Lesen!

Sonntag, 21. März 2010

Verlängerung Anmeldefrist für “Projekt 52”

Da ich mehrere Teilnehmer noch für die zehnte und letzte Staffel von “Projekt 52 – Von der Idee zum fertigen Roman” aufgenommen habe, obwohl die Anmeldefrist eigentlich bereits abgelaufen war, habe ich nach dem Motto “gleiches Recht für alle” die Anmeldefrist nun generell auf den 25.03.10 verlängert. Bis zum kommenden Donnerstag, 23:59 Uhr können Sie sich also für einen der letzten freien Plätze registrieren – allerdings ist aufgrund der knappen Zeit (die ersten Arbeitsunterlagen werden bereits am 27.03 rausgeschickt) nur noch die Bezahlung per PayPal möglich.

Die Teilnahme kostet 19 Euro für den kompletten einjährigen Kurs. Detaillierte Informationen zum Kurs finden Sie unter http://Projekt52.WritersWorkshop.de.